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Es ist zwar noch etwas verfrüht, Hifi-Technik als museumsreif zu bezeichnen,

die kleinen Orchestrions in Speyer
Blick in den Saal inSpeyer

doch wir wollen anfangen, das Vergangene aufzuheben, bevor wir es wieder mühsam hervorkramen müssen.

 

"High Fidelity" fing schon viel früher an, als wir (inzwischen alten) Hifi-Fans der 1968er Jahre es gewußt haben. Die Wiedergabe von gespeicherter Musik in edler Qualität, das konnten die alten Orchestrions von 1906 bis 1914 auch schon. Die speicherten die Noten und Klänge auf Folien, damals waren es überwiegend Metall-Folien oder sogar "metallene" Loch- oder Schlitz- Scheiben aus Eisenblech, seltener Streifen aus Hartpapier oder Pappe. Kunststoffe waren entweder noch gar nicht verfügbar oder noch so weich, daß es technisch nicht funktionierte.

Von den ersten Schallwalzen (aus Wachs) oder Kunststoff oder den ersten Schallplatten kann man überhaupt noch nicht von irgend einer überhaupt akzeptablen (Musik-) Qualität sprechen. Wenngleich diese damaligen Aufnahmen zu ihrer Zeit das Optimum des Erreichbaren darstellten und in der Wahrnehmung der Zeitgenossen entsprechend positiv bewertet wurden.

Wer jedoch im Technik-Museum in Speyer die riesigen Orchestrions gesehen
und vor allem gehört hat (den Sound gibt es in Kürze als Download in Hifi Qualität), der weiß, was bei einer Orgel ein richtiger absolut beeindruckender Erdbebensound ist. Diesen Hifi-Sound können die allermeisten Lautsprecher heute noch nicht richtig wiedergeben.
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Bei Braun zum Beispiel ist Hifi bereits seit 1991 Geschichte.

1991 war es vorbei mit BRAUN Hifi
nostalgisch, ein CSV60 Röhrenverstärker
ein frühes 3 Motoren TG60
ein volles Haus zur Eröffnung

Sind die alten klingenden Namen der Hifi-Technik aller- meist real verschwunden oder geistern noch als glanzlose Labels auf irgendwelchen billigen Chinaprodukten herum, so hat die deutsche Braun AG aus Kronberg im Taunus nicht nur firmenmäßig überlebt.

Braun hält auch (inzwischen wieder) die Erinnerung an die alte Glanzzeit der 1960er Jahre hoch. Umso erstaunlicher ist es, daß es Braun zur Zeit weltweit glänzend geht, leider nicht mit Hifi Produkten, sondern mit Zahnbürsten und Rasierern.

Hier auf den Museumsseiten werden Sie an vielen Stellen
dem oft heimlichen und glanzlosen Ableben ganzer Industriezweige begegnen. Viele von Ihnen werden sich noch daran erinnnern. Die Jüngeren stehen mit offenem Mund vor so viel Ignoranz und Selbstüberschätzung - insbesondere deutscher Firmen -, die lange Jahre unwidersprochen glaubten, keiner auf der Welt könne ihnen jemals das Wasser reichen (oder gar abgraben).

Wir erinnern nur an die Firma DUAL
mit dem sprichwörtlichen Plattenspieler Dual 1019, der auf der ganzen Welt Hifi-Geschichte geschrieben hatte, ebenso wie Willi Studer's ReVox A77. Doch wo sind sie alle hin ?
.

Hier stellen wir Ihnen Ausstellungen vor, die die jeweils aktuelle und vergangene Hifi-Technik zum Thema haben.

Die erste aktuell größere Ausstellung dieser Art startete am 18. April 2008 in Kronberg im Westerbach Center direkt neben der Zentrale der Braun GmbH.

 

Mehr dazu und Bilder von der Eröffnung gibt es auf den folgenden Seiten.




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