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Herrmann Hoffman erzählt 55 Jahre Hifi-Geschichte

Herrmann Hoffman auf der Höhe der Hifi-Welle um 1975
Herrmann Hoffman im Jahr 2012

Er ist (neben Karl Breh und wenigen anderen) wirklich einer der ältesten Kenner der Hifi Szene in Deutschland und Europa, also nicht nur des Rhein-Main Gebietes.

Er kennt sie alle, die Großen und die Kleinen, die Hersteller, die Importeure und die Hifi-Händler und Hifi-Studios - und natürlich auch die Scharlatane und die, die irgendwann aufgehört hatten oder aufhören mußten oder "aufgehört wurden" - (frei nach Verona Feldbusch - "Hier werden Sie geholfen." - bzw. "Hier werden sie aufgehört.").

Nach den über 5 Stunden Hifi-Geschichte sind wir noch lange nicht durch, aber da haben wir erst mal ein Päuschen zum Luftholen gemacht. Für mich ist Herrmann Hoffmann darum ein Highlight, er stand von Anfang an mit seinem Namen hinter Audio Int'l. in Frankfurt. Alle wußten, wer der Chef und Macher ist. Seine europaweiten Fachhändler schätzen seine Kompetenz und seine Standhaftigkeit gegenüber kurzlebigen Trends.
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Auf den GRUNDIG Seiten habe ich das so besonders hervorgehoben, daß lange schon vor Herrmann Hoffmans Zeit ein Max Grundig alleine mit seinem Namen und seiner Person als Firmenchef (persönlich immer samt Foto in allen GRUNDIG Revuen) alle diese anonymen AEGs und WEGAs und SABAs ausgestochen hatte.

Viele Zeitungsleute (kluge wie auch weniger kluge) haben sich über Jahrzehnte gewundert, wie der kleine Max Grundig das - ganz alleine - mit dem gigantischen Aufstieg von der 3-Mann Klitsche zum ca. 33.000 Mann starken Weltkonzern geschafft hatte.
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In der Edel-Hifi-Nische wuchsen die Bäume nicht in den Himmel

Und in dieser Markt-Nische konnte man deshalb nie so groß werden wie ein Max Grundig mit seinen Massenprodukten. Das wollte Herrmann Hoffman auch gar nicht. Er ist einer der wenigen (von vielen) Hifi-Idealisten, die es 1970 einfach angepackt hatten und mit Akribie losgelegt hatten. Darum hier seine Geschichte.
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Wie alles anfing . . . .

Herrmann Hoffman erzählt:
Wenn man lange genug in der Branche dabei ist, gibt es doch einige wenige gute Stücke, bei denen man die Stimme und die Qualität der Stereoaufnahme gut heraushört. Das sind zum Beispiel die Live-Aufnahmen aus der Carnegie Hall in USA.

Die Geheimnisse der wirklich guten Wiedergabe liegen in der zeitrichtigen Wiedergabe der Phase aller Frequenzen auch untereinander. Insbesonders bei unseren menschlichen Stimmen hört man das sofort heraus.

Die nachfolgenden "Notitzen" sind erst mal nur die ersten überarbeiteten Teil-Abschriften der Tonaufzeichnungen.

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Die AEC Boxen (das sind erst mal Notitzen)

Herrmann Hoffman erzählt:
In den 80er Jahren - der Infinity-Vertrieb war damals an Harmann Deutschland gegangen - und ich brachte unser neues Label AEC an den Markt. Die Boxen wurden komplett nach meinen Vorgaben bei DynAudio gebaut. Der Kasus Knackzus war ein möglichst ideale Sprungantwort der Membranen.

Unser Flaggschiff - der AEC Monitor mit Ionen-Hochtöner - Die Dynaudio Chassis wurden nämlich damals schon mit einem Plott der Sprungantwort beworben.

Doch hatten sie bei Dynaudio auch Boxen mit einem "schrägen" Klang - so ging das also nicht

Wir haben dann viele neue Messungen gemacht und gehört - bis mein Ohr eine gewisse Eichung erfahren hatte, wie es klingt, wenn eine nahezu pefekte Sprungantwort aus dem Lautsprecher kommt.

Der AEC Monitor klingt sehr gut mit seinem 30cm Tieftöner, der Mittteltöner war eine 75cm Kalotte (D75) und die kam sogar aus Israel. Es war ein nahezu perfekter Mitteltöner ohne Resonazen und ohne den sogenannten Rolloff.

Im AEC Monitor hatten wir fast das gleiche Konzept wie bei der Infinity 1001 - das bedeutet - nur ein Kondensator vor dem Mitteltöner.

Dynaudio hatte es geschafft, die Tief und Mitteltöner nahezu pegelgleich zu entwickeln. Dabei wurde der Ionenhochtöner vom Pegel speziel angepaßt -

Und dann haben wir den Hochtöner 7cm raus stehen lassen . . . . .
Die Ebene der Schallerzeugung im Ionenhochtöner steht nämlich ganz am Anfang am Mund des Hornes

Die Sprungantwort mußte eine Flanke ergeben und damit ein homogenes Klangbild in der Detailauflösung

Die akustisch physikalischen Grundlagen (Notitzen)

Bereits in den frühen 1960er Jahren hatte Stuart Hegemann herausgefunden - mit den ersten Citation Röhrenverstärkern - ohne Bandbreite geht nichts - der gesamte Verstärker (die gesamten Verstärker-Zweige) sollte mindestens die 10fache Bandbreite des höchsten Audiosignales (bei uns 20 Kilohertz) haben.
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Ganz frühe Referenzboxen - die Double QUADs (Notitzen)

Anfang 70er Jahre gab es ein Schlüsselerlebnis - die ersten Infinitys gingen sehr laut im Verhältnis zu den originalen Quad Elektrostaten - und dan hatte ein Amerikaner einen Double Quad mit 4 Quads und 2 Bändchen und einem 18" Monstertieftöner gebaut. der ging auch deutlich lauter als die originalen QUADs

Das wurde zeitnah im "Absolute Sound" Magazin beschrieben -  Marc Levinson hatte diesen Double Quads proklamiert und solch ein Pärchen selbst als Abhörmonitore benutzt.
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Die Infinity 1001

Nach den beiden Servostatics baute Infinity auch kleinere Modelle, insbesondere das Modell 1001 - ein 30cm Bass und 2 Hochtöner - für nur 139.- US $ Retail - Die habe ich dann containerweise nach Frankfurt eingeflogen und für je 795.- DM verkauft. Diese Boxen waren zu der frühen Zeit kurz nach 1972 so erstaunlich gut, damit wurde alles an Wettbewerbern bis ca. 4000.- / 5000.- DM akustisch platt gemacht.

Die 30cm Bässe der Infinity 1001 wurden mit einem breitem Pinsel mit einer Art Teer eingeschmiert - die Membrane wurde damit versteift und die Masse vergrößert. Damit ist die Basswiedergabe fast resonanzfrei akustisch abgerollt.

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Das ist nur der Anfang und noch unstrukturiert.
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Das Abtippen ist sehr zeitaufwendig und geht auch nur mit hoher Konzentration, darum wird es etwas dauern.

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