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Hier scheiden sich die Geister der Hifi Freaks

Ein Harmann Kardon Citation 17
der Grundig MX100
edel, der Grundig VX5000
Accuphase C280

Es gab Hifi-Stereo Vorverstärker von Dynaco und Heathkit mit nur 4 Transistoren (und die gingen wirklich - kein Scherz). Insgesamt gab es an manchen dieser Vorvestärker nur 2 Regler, einen für die Lautstärke und einen für die Balance. Es gab aber auch Vorverstärker mit über 130 Transistoren und 6 ICs. Die hatten dann Unmengen von Reglern, Equalizern und sonstigem Fernseh- und Video-Schnickschnack. Die gingen auch und machten sogar auch Hifi und einige wenige gar nicht schlecht.

 

Wie immer ist ein guter Mittelweg die gelungene Lösung. In meiner Hifi-Laufbahn habe ich von einem uralten Harman Kardon Citation 17, einem kleinen Grundig MXV100 Vorverstärker, einem Crown IC150, einem Quad 33, einem riesen großen Orpheus Edelvorverstärker bis hin jetzt zum Accuphase C280L so gut wie alles schon mal in den Fingern gehabt und ausgiebig getestet. Rainer Pohl vom Klangstudio Pohl aus Mainz hatte es immer möglich gemacht.

 

Also die Anzahl der Transistoren sagt nach wie vor überhaupt nichts über die Qualität der Musikwiedergabe aus. Auf diese Angaben könnten und können die Hersteller getrost verzichten, genauso, wie Rolls Royce nie die PS Zahl seiner Motoren angab.

 

Erstaunlich war, daß die Vorverstärker mit den wenigsten Knöpfen meist am besten geklungen hatten. Das war damals so und das ist heute noch so.

 

Und der Vorverstärker bestimmt einen großen Teil des Klanges. Das phänomenale Erlebnis war damals (in den 80ern), daß der Wechsel von einem Grundig MXV100 Vorverstärkers an einer Grundig 2x 35Watt Endstufe bzw. den damals größten Grundig Aktiv Boxen XSM 3000 hin zu einem Accuphase Vorverstäker an der gleichen Endstufe Welten zum Einsturz gebracht hatte, so extrem hatte sich der Klang verbessert. Und damit war dieser Grundig MX100 (bei mir jedenfalls ) in die Region der unteren Mittelklasse gerutscht. Die meisten anderen Grundigs klangen auch nicht viel besser trotz supertoller technischer Daten. Es gab da aber schon Ausnahmen - zum Beispiel den XV5000 oder den SXV6000.

Inzwischen (Mai 2011) haben wir auch die Grundig Spitzengeräte der 80er Jahrebei uns im Hifi-Labor und müssen die erst mal reparieren, dann messen und dann erst mal abhören.

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