In den Anfängen des UKW Rundfunks waren Tuner begehrte Komponenten
Da wurde dann gemessen und verglichen, da wurden auch mit wenig Kompetenz wenige MicroVolt als Maßstab eingestellt und ganz am Ende hatte man daraus den guten Klang abgeleitet. Das war sehr lange Zeit ein absoluter Unsinn.
Nur wenige Hifi-Magazine machten eine "echten" Klangvergleich, die Kunden dagegen weniger, die kauften nach technischen Daten. Und kontrollieren konnten wir das ja sowieso nicht, "glauben" war damals angesagt, davon lebten diese Zeitschriften. Heute ist es übrigens weitgehend immer noch so.
Leider war es damals so, daß die genialen Entwickler ihre super guten Konzepte hinter leider mäßigem Design versteckten. Es gab nur wenige Ausnahmen. Der Telewatt Tuner FM 2000A von Saba bzw. Klein & Hummel war eines solcher nostalgischen Spitzengeräte für damalige 2000.- Mark. Und das war damals viel Geld für "nur" einen UKW-Tuner. Und der Scott 312D war zwar fast so gut, war aber eigentlich urhäßlich und innen war so gut wie Nichts drinnen.
Der Telewatt Tuner brachte die Studioqualität, die überhaupt über die Antennen übertragen werden konnte, bis ins Wohnzimmer. Von diesem Saba-Telewatt Tuner wurde viele hundert in häßlichen grauen Kästen als sogenannte Ball Empfänger an die ehemalige Bundespost geliefert, die damit bei nahezu gleichbleibender UKW Qualität die Reichweite einzelner Programme erheblich vergrößerte. Auch das ist alles bereits Geschichte.
Inzwischen ist die digitale Technik so weit fortgeschritten, daß der ganze analoge Sendebetrieb fast aller Frequenzbereichen auf der Kippe steht.




