Sie sind hier : Startseite →  Hifi Hersteller Lautsprecher→  Bose (USA)

1971 - Bose revolutionierte die Lautsprecher

Auf einmal waren sie da 1971, die Bose 901, über Nacht, die beiden kleinen 5-eckigen Boliden mit dem gewaltigen Sound von Riesenboxen. Das Klangerlebnis war gewaltig und umwerfend. Sogar in mittelgroßen bis großen Wohnräumen von 24 bis bis ca. 80qm konnten diese Boxen jeden Hifi-Fan sofort und auf Anhieb begeistern bzw. in ihren Bann ziehen.

So etwas Abartiges (5 Ecken !!) gab es bis dahin nicht und den Professor aus Amerika kannte hier bei uns auch niemand. Neues und Geheimnisvolles war bei uns hier in Deutschland "sowieso und immer noch" verpönt.

Dann noch diese mikrigen kleine Breitbandchassis, das durfte doch gar nicht funktionieren. - Hatten wir das nicht schon mal, als Philips 1963 mit dem "Compact Cassetten"- Kassetten- Recorder die ganze Welt revolutionierte und Jeder, aber auch Jeder am Erfolg dieses "Ziegelsteins" zweifelte ?
Sony baute später insgesamt 180 Millionen CC-Kassetten-Walkmänner.

Ein paar Jahre später kam 1973 der Bose 1801 Verstärker.

Auch hier war schon wieder eine Revolution im Gange. Nachdem die deutschen Verstärkerbauer sich (ziemlich mühsam) auf die 50 Watt bis 70Watt Schallgrenze vorgetastet hatten, kam ein gewaltiges Kraftwerk aus Amerika. Am Anfang flog bei uns (mit unseren 220 Volt) fast jede noch so träge 16A Sicherung raus, doch das hatten die von Bose auch bald im Griff (mit einem Verzögerungsrelais).

Dieser Stereo-Endverstäker konnte fast nicht geklaut werden, denn die riesigen Kühlkörper lagen außen und hatten sehr scharfe Kanten, also einfach mal so hochheben war nicht drin. Garantierte 2 x 400 Watt Sinus an 8 Ohm und das an allen Frequenzen von "Nichts bis Unendlich" und das tagelang und dann auch noch ohne Klirrfaktor, das erinnerte an einen Rolls Royce, bei dem die PS-Zahl auch über Jahre ein Geheimnis war. "Er hätte davon genug", war das unwiederlegbare Argument.

Dieser Kraft-Verstärker ließ gestandene Jazz Profis stundenlang jauchzen.
Soetwas hatten sie noch nie gehört. Es war ein "Kraft"-Verstärker im wahrsten Sinne des Wortes.

Die deutsche Edelschmiede Klein + Hummel warb zu der Zeit mit der Superpower von 240 Watt Sinus - aber für beide Kanäle, also 2 x 120 Watt. Im (deutschen) Rundfunkbereich wurde das toleriert, bei den weltweiten Musikern wurde gelächelt.

Auf einmal konnte man 60.000 Zuhörer begeistern. Die JBLansing und Altec und Electro Voice (Hochton-) Hornlautsprecher gingen zwar auch sehr laut, hatten aber immer eine gewisse Schärfe und fingen dann an, zu verzerren. Mit den Bose 800 Boxen und genügend 1800 Endstufen war die Musik auf einmal "clean", natürlich und sauber. Das war für Jazz Musiker unglaublich aufregend, einen satten sauberen gezupften akustischen Kontrabass samt einem akustischen Saxophon in richtigem Hifi nach draußen zu bringen.


.

- Werbung Dezent -
Zurück zur Startseite ----- © 2012 - Copyright by Dipl. Ing. G. Redlich - D-65191 Wiesbaden - hier gehts zum Telefon der Redaktion
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - kostenlos.